Näherungssensor

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Ein Näherungssensor basiert bei Handys meisten auf einem Fotowiderstand.

Dieser Fotowiderstand dient der Helligkeitsmessung des Umgebungslichtes. In einem Handy erfüllt dieser Fotowiderstand mehrere Aufgaben:

Zum einem werden die ermittelten Messwerte für die Kompensation des Umgebungslichtes bei der Helligkeitssteuerung des Displays benötigt. Zum anderen dient dieser Fotowiderstand der Ab- und Anschaltung der Touchscreen-Funktionalität.

Wird telefoniert prüft die Software des Telefons ob eine Verringerung bzw. Zunahme der Helligkeit des Umgebungslichtes stattfindet. Findet eine schnelle Helligkeitsänderung statt, schaltet die Software bei einer schnellen Helligkeitsabnahme den Touchscreen ab, da davon auszugehen ist dass, das Handy ans Ohr geführt wird. Bedingt durch die Technik des Touchscreens würde der ungewollte Kontakt des Touchscreens mit dem Ohr bei aktivem Touchscreen Bedienvorgänge provozieren deswegen wird der Touchscreen in der Regel solange abgeschaltet. Wird das Handy vom Ohr entfernt, registiert der Näherungssensor eine schnelle Zunahme der Umgebungshelligkeit und aktiviert die Software den Touchscreen wieder, da davon ausgegangen werden kann das entweder das Gespräch beendet wurde oder dass, das Telefon während des bestehenden Gespräches anderweitig oder in einem anderen Telefonie-Modus genutzt werden soll. Beispiele für die anderweitige Nutzung können z.B. Lautsprechen, Lauthören oder Videotelefonie sein.

Fehlerquellen beim Näherungssensor:

Sind zwei separate Näherungssensoren im Handy verbaut einer für die Kompensation des Umgebungslichtes zur Regelung der Displayhelligkeit, und ein anderer für die Feststellung der schnellen Änderung der Umgebungshelligkeit kann es durch den fehlerhaft oder schadhaften verbauten zweiten Sensors je nach Einstellungsmöglichkeiten der Telefonie-Software zu unerwünschten Effekten kommen.

  1. Sind die Einstellungen der Telefonie-Software so gewählt , dass der Touchscreen generell abgeschaltet wird wenn telefoniert wird (tritt bei Telefonen ohne Front-Kamera auf), kann nur der Telefonpartner den Touchscreen wieder einschalten, da der fehlerhafte Sensor keine ausreichende Änderung des Umgebungslichtes registriert und die Touchscreen-Funktionalität somit nicht wieder aktivieren kann.
  2. Sind die Einstellungen der Telefonie-Software so gewählt, das der Touchscreen bei schneller Helligkeitsänderung deaktiviert wird aber der Sensor keine ausreichende Änderung des Umgebungslichtes registriert bleibt die Touchscreen-Funktionalität auch beim Heranführen des Handys an das Ohr erhalten. Durch die Berührungen des Ohres mit dem Touchscreen können ungewollte Funktionen der Telefonie-Software ausgelöst werden, ein klassisches Beispiel ist die Auslösung der Funktion „Das Gespräch wird gehalten“. Anders als im Fall 1 kann der Benutzer des Handys das Gespräch aktiv beenden.