ROM

Revision as of 20:06, 29 January 2013 by Florian (talk | contribs)

Als ROM (engl. Read Only Memory) wird die Firmware eines Smartphones bezeichnet. Das in einem Smartphone ĂŒblicherweise vorinstallierte ROM wird Stock-ROM genannt. Ein vom Benutzer installiertes als Custom-ROM.

Stock-ROM

Das Stock-ROM ist die offizielle Firmware, welche vom Hersteller ab Werk vorinstalliert wird. Es besteht aus dem Android-Quellcode und beeinhaltet Modifizierungen und Erweiterungen (z. B. HTC-Sense, Samsung-Samsung TouchWiz) der GerÀtehersteller.

Custom-ROM

Man unterscheidet bei Custom-ROMs zwischen solchen, die nur eine modifizierte Version der Stock-ROM sind und denen, die auf den Android-Quellcode aufbauen. Ein Custom-ROM ist eine inoffizielle Firmware und wird nicht oder nur sehr selten, von GerĂ€teherstellern unterstĂŒtzt.

Allgemein

Ein Custom-ROM kommt meist von nicht-kommerziellen Entwicklern und kann aus verschiedenen GrĂŒnden entwickelt werden. Zum Beispiel sind die User mit dem Stock-ROM im Funktionsumfang oder der Leistung bzw. der Akkulaufzeit nicht zufrieden. Ist die Nachfrage vorhanden und gibt es interessierte Entwickler, entstehen meist verschiedenste Versionen von Custom-ROMs, die wahlweise auf dem Stock-ROM vom Hersteller basieren, auf andere Custom-ROMs aufbauen oder aus dem Android-Quellcode neu erstellt wurden.

Dabei verĂ€ndert der Entwickler nicht immer nur den Funktionsumfang oder optimiert das System. Oft wird auch das Aussehen des ROMs durch den Entwickler oder dem Team verĂ€ndert, der Launcher oder der Lockscreen verĂ€ndert. In einigen Projekten werden auch die vorinstallierten Apps erweitert, sodass zum Beispiel Backup-Tools, Taskmanager oder Ă€hnliches, die man normalerweise erst ĂŒber den Google Play Store manuell nachinstallieren mĂŒsste, bereits ab der Installation vorhanden sind. Dies kann, je nach User, hilfreich sein oder als störend empfunden werden.

Auch ist es möglich, bestimmte, im Stock-ROM als System-Apps deklarierte Apps, zu User-Apps zu wandeln. Dadurch wird es fĂŒr den User einfacher, diese Apps zu deinstallieren.

Üblich ist es zudem, dass in Custom-ROMs der Root-Zugriff bereits vorhanden ist.

AOSP-ROM

Ein AOSP (Android Open Source Project)-ROM basiert auf dem reinen Android-Sourcecode, wie Google ihn bereitstellt. Das heißt, es sind weder geschlossene (Closed-Source), Herstellereigene oder BedienoberflĂ€chen spezifische Besonderheiten, noch proprietĂ€re Google-Apps (wie z. B. Maps, Latitude, Market) vorhanden.[1] Letztere werden jedoch meist durch einen Update-Trick automatisch und legal nachinstalliert.[2]

Einzelnachweise