Benutzeroberfläche

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Homescreen eines Android Gerätes mit Android 6.0 Marshmallow "Marshmallow"

Als Homescreen, auch Android Home oder Desktop, wird allgemein hin der Startbildschirm von Android bezeichnet. Zu Vergleichen ist dieser mit dem Desktop, welcher aus Windows, Mac und in manchen Linuxversionen bekannt ist.

Zusammen mit einigen anderen Elementen, die unter Anderem auch dann sichtbar sein können, wenn eine andere App, bzw. nicht der Desktop, zu sehen ist, bildet er die grundlegende Benutzeroberfläche.

Der Desktop unterteilt sich in der Regel in verschiedene Abschnitte (die wiederrum selbst als eigene Desktops oder auch Homescreens bezeichnet werden), die nebeneinander angeordnet sind und zwischen denen der Nutzer durch Wischgesten nach links oder rechts wechseln kann. Zudem kann i.d.R. ein Hauptdesktop ausgewählt werden, auf den beim Drücken der Home-Taste automatisch gewechselt wird. Diese verschiedenen Ansichten bieten dem Nutzer Platz, um Widgets und Verknüpfungen zu Apps ablegen zu können. Durch einige Widgets kann die Akkulaufzeit des Handys verringert werden.

Statusbar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benachrichtigungen in Android 5.0 Lollipop "Lollipop"

Die Statusbar (auch Benachrichtigungszeile) ist die Informationszentrale des Android Smartphones und ist ein kleiner Bereich am oberen Bildschirmrand.

Sie stellt verschiedene Informationen und Benachrichtigungen dar. Zudem informiert sie, je nachdem, welche Apps installiert sind, über aktuelle Nachrichten, Updates aus dem Play Store oder neue E-Mails.

Sie unterscheidet sich selbst in 2 Bereiche. Der rechte Bereich (Akkuanzeige, Netzsignalstärke, usw.) stellt ausschließlich Informationen ohne weitere Interaktionsmöglichkeit dar. Das heißt, das die Symbole zwar in der Statusbar zu sehen sind, wenn diese allerdings geöffnet wird (durch herunterziehen), kein extra Eintrag im aufklappenden Menü angezeigt wird. Dieser Bereich wird meist nur durch Android-eigene Dienste genutzt, wie dem Akkustatus, der Signalqualität und der Anzeige, ob das Handy im Vibrationsmodus ist oder nicht.

Der zweite Bereich (links) hingegen zeigt Informations-Symbole an, auf die der Nutzer reagieren kann. Wird die Statusbar herunter gezogen findet sich zu der Benachrichtigung immer ein Eintrag im aufklappenden Menü, der detailliertere Informationen oder einen Short-Link zu der betreffenden App oder dem Inhalt in einer App bereithält.

Zur Erklärung unbekannter Statusbar-Symbole haben wir eine Liste, in welcher sich das Symbol ggf. befindet. Wenn du die Bedeutung eines dort fehlenden Symbols geklärt hast, freuen wir uns über deinen Beitrag, indem du dieses ergänzt.

In Android 7.0 Nougat "Nougat" wird Entwicklern die Möglichkeit gegeben, Benachrichtigungen in zusammengefasste Gruppen zu sortieren. Dieses Feature wird als Bundled Notifications bezeichnet.

Löschen von Benachrichtigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Löschen von einzelnen Benachrichtigungen ist erst ab der Android Version 4.x standardmäßig möglich. Um eine Benachrichtigung zu löschen, wischt man diese einfach nach links oder rechts aus der Statusbar hinaus. In älteren Androidversionen ist es standardmäßig nur möglich, die kompletten Benachrichtigungen zu löschen. Dafür wird ein Button oben links "Löschen" angezeigt.

Grundsätzlich verschwindet die Benachrichtigung, sobald man diese an tippt und die Aktion ausgeführt wird.

Ansehen bereits verworfener Benachrichtigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnell sind die Benachrichtigungen durch einen einfacher Fingerwisch aus der Liste entfernt, allerdings kann es dabei auch passieren, dass wichtige Benachrichtigungen versehentlich oder ungelesen entfernt werden, bevor man merkt, dass man den Inhalt doch gerne gelesen hätte. Das direkte Wiederherstellen von Benachrichtigungen in die Benachrichtigungszeile ist leider nicht möglich, allerdings können verworfene Benachrichtigungen i.d.R. ohne zusätzliche Apps und ohne Root-Rechten erneut angezeigt werden; vorausgesetzt sie sind nicht älter als 2 Tage und das Gerät wurde nicht neu gestartet.

Aufgrund diverser Anpassungen des Launchers bspw. bei HTC-Geräten kann es unter Umständen möglich sein, das diese Lösung nicht mit dem derzeit installierten Launcher möglich ist und ein alternativer installiert werden muss, bspw. der Google Now Launcher Play Store. Dieser Launcher wurde im unten gezeigten Video zur Verdeutlichung der nachfolgenden Schritte verwendet.

Anschließend kann durch folgende Schritte eine Verknüpfung zum Log der Benachrichtigungen auf dem Desktop abgelegt werden:

  1. Launcher durch die Hometaste öffnen/anzeigen
  2. Das Widgetmenü öffnen (i.d.R. durch längeres drücken auf einer freien Fläche auf dem Desktop und der Auswahl von Widgets)
  3. Das Widget Einstellungen suchen und auf dem Desktop ablegen (erneut lange darauf tippen und dann verschieben)
  4. Aus der sich öffnenden Auswahlliste kann nun Benachrichtigungsprotokoll gewählt werden.
  5. Alle Benachrichtigungen (auch verworfene) können nun mit einem Klick auf das neue Icon angezeigt werden; bereits verworfene Nachrichten werden als verworfen gekennzeichnet
Video-Screencast zum Hinzufügen des Benachrichtigungsprotokolls auf dem HTC One M9

Sperrbildschirm / Lockscreen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Lockscreen
Der Sperrbildschirm (englisch: Lockscreen) ist ein, der aktuell ausgeführten Anwendung (u.A. auch der Homescreen) vorangestellte, Ansicht, die nach dem Sperren des Gerätes angezeigt

wird, sobald eine Interaktion mit diesem erfolgt (bspw. das Drücken von Tasten, das Eingehen eines Anrufes oder einer SMS, usw.). Die Hauptaufgabe dieser Ansicht ist dabei die Verhinderung ungewünschter und/oder ungewollter Eingaben, bspw. wenn das Gerät einer Tasche steckt. Neben der Möglichkeit, den Bildschirm zu sperren, bieten viele Lockscreens auch sog. Shortlinks zu (häufig verwendeten oder frei konfigurierbaren) Apps an, um so schnell direkt vom Loockscreen aus zur gewünschten Funktion auf dem Smartphone zu wechseln. Zusätzlich dazu bieten moderne Implementierungen auch an, Benachrichtigungen, die in der Statusbar angezeigt werden, auf dem Lockscreen anzuzeigen und ggf. mit einer kleinen, ggf. interaktiven, Vorschau oder Animation ansprechend zu gestalten. Diese Funktion wird bei der Verwendung eines Lockscreen-Schutzes (PIN, Muster, Password, o.ä.) i.d.R. standardmäßig ausgeschaltet.

Launcher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Launcher (engl.: "Starter", "Startprogramm") ist die Hauptoberfläche von jedem Androidsystem. Der Launcher besteht meist aus dem Homescreen, dem App-Drawer und den jeweils bereitgestellten Widgets.

Die meisten Launcher bestehen aus 2 Ebenen die eine Ebene sind die Homescreens und die andere Ebene nennt man Drawer.

Eine Liste von Launchern in der englischen Wikipedia.

App-Drawer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

App Drawer mit installierten Apps

Der App-Drawer, auch App-Übersicht oder App-Depot genannt, ist die Übersicht aller installierten Apps.

Ins deutsche übersetzt bedeutet App-Drawer soviel wie Anwendungsschubfach oder -schublade, wird aber meist nur mit seiner englischen Bezeichnung oder einfach App-Übersicht benannt. Der App-Drawer zeigt alle installierten Apps an, die, im weitesten Sinne, eine Benutzeroberfläche besitzen, also keine Services sind um vom Nutzer gestartet werden können. Apps (Anwendungen) können über den App-Drawer durch antippen gestartet werden. Ab Android 4.0 Ice Cream Sandwich "Ice Cream Sandwich" ist es zudem möglich, eine App aus dem App-Drawer hinaus zu deinstallieren (die entspr. App lange antippen und i.d.R. auf ein Feld Deinstallieren ganz oben schieben).

Einige Launcher haben die Option im App-Drawer weitere Unterteilungen anzulegen. Diese Unterteilungen werden je nach dem verwendeten Launcher entweder Ordner oder Kategorien genannt. Dies ist dann mit Fachunterteilungen einer Schublade zu vergleichen.

Es gibt auch Android-Varianten und Launcher, die über keinen App-Drawer verfügen, z.B. die Custom-ROM MIUI oder EMUI von Huawei.[1]

Widget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typischer Homescreen mit Widgets

Als Widgets werden kleine Android-Programme bezeichnet die nach der Einrichtung des Widgets ständig auf der Benutzeroberfläche (Desktop) sichtbar sind. Die geläufigsten Beispiele für Widgets sind die allseits beliebten Desktop-Uhren, Kalender, Messenger, Status-Anzeigen, Umschalter für WLAN, GPS, Bluetooth usw.. Je nachdem welchen Funktionsumfang die Programmierer von Widgets festgelegt haben, können Widgets bei einfachen Druck auf bestimmte Stellen ihres Bereiches zusätzliche Funktionen ausführen. Das kann über die nachträgliche Konfiguration des Widgets bis zum Aufruf von anderen Apps oder dem Ausführen der mit dem Widget verknüpften App gehen.

Grundsätzlich kann zwischen zwei Arten von Widgets unterschieden werden:

launchergebundene Widgets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Widgets sind kleine Anwendungen die nur im Zusammenspiel mit einem bestimmten Launcher funktionieren. Sie stellen kleine Erweiterungen des gerade verwendeten Launchers dar. Ein Beispiel hierfür ist z.B. das GoKalender-Widget, dieses funktioniert nur mit dem GOLauncherEX und mit keinem anderen Launcher.

launcherunabhängige Widgets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Widgets sind ebenfalls kleine Anwendungen, diese funktionieren aber mit jedem Launcher. Egal ob es sich um den vom Hersteller mit dem Handy gelieferten Original-Launcher oder einen Alternativ-Launcher handelt. Bekannte Vertreter dieser Spielart der Widgets sind z.B. die Beautyful Widgets, Widgetsoid und viele andere. Eine Sonderform der Widgets sind die scrollbaren Widgets, diese werden meistens benutzt um Kalenderereignis anzuzeigen. Je nachdem ob der gerade aktive Launcher „scrollable Widgets“ unterstützt kann innerhalb der Ausdehnungen des Widgets gescrollt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}