Cloud

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Als Cloud (auch Cloud-Computing[1]) bezeichnet man eine Reihe von bereitgestellten Diensten, die über ein Netzwerk (zum Beispiel dem Internet) für die Nutzer zur Verfügung gestellt werden.

Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in der Cloud angebotenen Dienstleistungen sind ebenso breit gefächert, wie sonstige IT-Dienstleistungen. Dabei können sich Anbieter von Cloud-Diensten auf nur einen oder mehrere Dienste spezialisieren. Der Nutzer kann die Dienstleistungen mehrerer Anbieter vergleichen und kombinieren, sodass er zum Beispiel ein Online-Speicher bei Anbieter A anmietet und bei Anbieter B ein Online-Office.

Dienstleistungsbeispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Online-Office[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Online-Office ist eine Office-Suite (ähnlich dem OpenOffice), welches verschiedene Programme für die tägliche Arbeit beinhaltet, zum Beispiel ein Textbearbeitungsprogramm, ein Tabellenkalkulationsprogramm oder ein Präsentationsprogramm. Der Zugriff auf diese Dienste erfolgt entweder über eine spezielle Software (eher unüblich), oder über den Webbrowser, der das Programm emuliert und nahezu identisch mit einer Homeoffice Suite (wie OpenOffice) ist.

Online-Speicher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Online-Speicher ist für die meisten eine sehr attraktive Dienstleistung eines Cloud-Anbieters. Hierbei bietet der Dienstleister eine gewisse Größe an Speicherplatz auf seinen Servern an, worauf man als Nutzer seine Daten ablegen kann. Der Zugriff erfolgt entweder über den Webbrowser, worüber man alle Dateien verwalten und hochladen kann, oder über eine spezielle Software, welche einen bestimmten Ort auf dem Computer mit der Cloud synchronisiert. Richtet man diese Funktion intelligent zwischen mehreren Rechnern ein, hat man immer auf allen Rechnern die aktuellste Version einer Datei zur Verfügung, ohne diese mit einem USB Stick oder ähnlichem teilen zu müssen.

Business-Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben für den Privatkunden interessante Produkte, gibt es auch für Unternehmen Produkte im Bereich Cloud-Computing. So bieten IT-Unternehmen unter anderem auch die Möglichkeit an, die IT-Infrasturktur eines Unternehmens in die Cloud zu verlagern. So arbeiten die Nutzer der Unternehmens-IT beispielsweise nicht direkt auf dem eigenen Arbeitsplatzrechner, sondern greifen mittels einem Remote-Programm auf die Cloud zu und erledigen die Arbeiten auf einem Terminal-Server, welcher alle Nutzersitzungen verwaltet. Der Vorteil für das Unternehmen ist die Skalierbarkeit der IT-Infrastruktur. Wird mehr Rechenleistung aufgrund anspruchsvollerer Aufgaben benötigt, kann man diese in kürzester Zeit beim Dienstleister zubuchen, und bei geringer Auftragslage nicht genutzte Leistung "abbestellen". Zudem benötigt man keine eigene Rechenzentren oder IT-Personal, was einen gewissen Kostenfaktor aus macht.

Nutzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinn des Cloud-Computings ist es, Dienste und Anwendungen aus dem heimischen PC in ein großes Rechenzentrum zu verlagern. Somit sind die Daten und Anwendungen, die man kennt theoretisch von überall aus auf der Welt erreichbar, man benötigt nur einen Internetfähigen PC bzw. einen Browser. Neben diesem Aspekt bietet Cloud-Computing auch die Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens. das bedeutet, das mehrerer Personen mit einem Cloud-Basierten Textbearbeitungsprogramm zum Beispiel an einem gleichen Dokument arbeiten können und jeder die Änderungen des jeweils anderen sofort sieht und erkennt. Dateien können zwischen verschiedenen Computern mit der Software des Anbieters synchronisiert werden, sodass man selbst keine Daten mehr per USB-Stick mit nehmen muss um diese auf einem anderen PC zu übertragen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Problem, dass die Dienste, Daten und Anwendungen nur zur Verfügung stehen, wenn man eine funktionierenden Internetverbindung hat, ist man auch von den verschiedenen Anbietern abhängig. Gibt es bei dem Anbieter technische Probleme, sind die Anwendungen und Daten ggf. temporär nicht verfügbar. Zudem muss man ein gewisses Vertrauen in den Anbieter setzen, dass dieser auch die Daten, die auf seinen Servern gespeichert sind, regelmäßig sichert, sodass bei einem Problem die Daten nicht verloren gehen.

Neben der Datensicherheit, spielt auch der Datenschutz eine wichtige Rolle. Viele Anbieter betreiben Server außerhalb Deutschlands, bzw. haben Ihren Firmensitz nicht in der Bundesrepublik, somit gelten für diese Anbieter auch andere, ggf. nicht so strenge Datenschutzbestimmungen wie in Deutschland. Diese Aspekte sollte man bei der Anbieterwahl berücksichtigen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]