SIM-Karte

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Eine SIM-Karte (Subscriber Identity Module) ist eine Chip-ähnliche Karte, die in das Mobiltelefon eingesteckt wird und die Kommunikation mit einem Mobilfunknetz erlaubt. Auf dem SIM sind dafür geheime Schlüssel und Algorithmen hinterlegt sowie bevorzugte und gesperrte Netze. Weiterhin bietet das SIM begrenzt Möglichkeiten zur Speicherung von Telefonbucheinträgen, Notizen und SMS. Das SIM kann durch eine nummerische PIN (Personal Identification Number) vor fremdem Zugriff geschützt werden. Wird die PIN vergessen und 3-mal falsch eingegeben, ist das SIM gesperrt und kann durch einen PUK (Personal Unblocking Key) entsperrt werden, der sich, wie die PIN auch, ändern lässt. Wird der PUK 9-mal falsch eingegeben, ist das SIM weiterhin gesperrt, nun allerdings auch für Eingaben des PUK. Das SIM kann nun nur noch durch den Netzbetreiber entsperrt werden.

Größen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größen im Vergleich: Standard-SIM, Mini-SIM, Micro-SIM, Nano-SIM (v.l.n.r.)

Eine SIM-Karte ist in folgenden Größen festgelegt:

Bezeichnung Länge

(mm)

Breite

(mm)

Dicke

(mm)

Standard-SIM 85,60 53,98 0,76
Mini-SIM 25,00 15,00 0,76
Micro-SIM 15,00 12,00 0,76
Nano-SIM 13,30 8,80 0,67

Zu beachten gilt dabei die geringere Dicke der Nano-SIM. Bei selbst zugeschnittenen Karten kann es daher bei manchen Geräten zu Defekten am Kartenleser kommen, wenn keine original Nano-SIM verwendet wird.

eSIM (embedded SIM)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sog. eSIM (embedded SIM)[1] soll ab 2016 schrittweise bei allen Providern eingeführt werden und so die herkömmliche Plastikkarte ablösen. Hierbei wird keine Karte mehr benötigt, sondern die Daten auf einem, im Gerät vorhanden, Chip gespeichert. Ein Wechsel der SIM-Karte fällt dadurch weg, dass man dann die Kundendaten (Mobilfunknummer, Providerdaten, usw.) über eine bestehende Datenverbindung, oder das Scannen eines Barcodes, dem Gerät mitteilt und sofort den Provider oder den Tarif gewechselt hat. Zusätzlich können auch so mehrere Geräte mit einem Vertrag betrieben werden.[2] Es ist für die Hersteller auch einfacher wasserdichte Geräte zu bauen, wenn keine Öffnung für das Einsetzen oder Wechseln einer herkömmlichen SIM-Karte benötigt wird.

Ein Mobilfunk-Gerät mit eSIM-Karte nimmt bei der ersten Inbetriebnahme Kontakt zu einem sog. Universal Discovery Server (UD-Server) auf, von dem der Endnutzer über ein Menü unter verschiedenen Mobilfunk-Verträgen von verschiedenen Anbietern wählen kann. Nachdem der Endnutzer diese Auswahl getroffen hat, wird das entsprechende Profil vom UD-Server auf die eSIM heruntergeladen.[3]

Auf einer eSIM sollten die Daten mehrerer Mobilfunkverträge von verschiedenen Mobilfunk-Providern gespeichert werden können, so dass damit auch eine Dual- oder Multi-SIM-Funktionalität erreicht wird. [4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. eSIM Spezifikationen auf gsma.com. Abgerufen am 5. Januar 2016.
  2. Stern.de - Die SIM-Karte ist tot. Abgerufen am 5. Januar 2016.
  3. Urs Mansmann: Schluss mit Kärtchen. SIM-Module werden künftig fest verbaut. In: c't (Heise-Verlag). Nr. 4, 2016, S. 160-162.
  4. Markus Mandau: Chip statt SIM-Karte. Die eSIM löst die SIM-karte ab. In: Chip. Nr. 2, 2016, S. 90-91.