Chrome OS

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Chrome OS ist ein Linux-basiertes Betriebssystem, das im Jahr 2011 von Google eingeführt wurde[1]. Es hat relativ geringe Hardware-Anforderungen, da es primär für die Internet-Nutzung ausgelegt ist und ursprünglich nur Web-Applikationen im Chrome-Browser ausführen konnte.[2] Dadurch ist es aber ohne eine bestehende Internet-Verbindung nur sehr eingeschränkt nutzbar.

Netbooks mit Chrome OS werden als Chromebooks bezeichnet und sind meist relativ preisgünstig.[3] Chromebooks wurden inzwischen von verschiedenen Herstellern auf den Markt gebracht, z.B. Acer[4], Asus[5], Dell[6], HP[7], Lenovo[8], Samsung[9] oder Toshiba.[10] Ein stationären Computer mit Chrome OS in einem Mini-PC-Gehäuse wird als Chromebox bezeichnet.[11][12] Im Frühjahr 2018 wurde mit dem Chromebook Tab 10 von Acer das erste Tablet mit Chrome OS vorgestellt[13]; im Oktober 2018 stellte Google mit dem Pixel Slate selbst ein Tablet mit Chrome OS.[14]

Der einzige legale Weg Chrome OS auf einem Notebook zu verwenden ist der Kauf eines Chromebooks. Es gibt aber mit Chromium OS eine Open-Source-Variante von Chrome OS.[15] (Chromium ist ein Open-Source-Browser von Google, der die Basis für den Chrome-Browser bildet.[16][17])

Chromebooks sind insbesondere im US-amerikanischen Bildungssektor erfolgreich.[18]

Bezug zu Android[edit | edit source]

Im Mai 2016 hat Google auf seiner Entwickler-Konferenz Google I/O angekündigt, dass Chrome OS ein Android-Framework samt App Store-Anbindung[19] zur Ausführung von Android-Apps erhalten wird. Technisch wird das Android-Framework in einem Container ausgeführt, es handelt sich also nicht "nur" um eine Android-Emulation.[20][21] Unter Umständen können einige Anpassungen an Android-App erforderlich sein, damit sie unter Chrome OS ausgeführt werden kann.[22] Mit der Software CrossOver von der Firma CodeWeavers soll es möglich sein, viele Windows-Anwendungen auf ChromeOS-Rechnern mit x86-CPU auszuführen.[23][24]

Laut Google sollen alle ab dem Jahr 2017 veröffentlichten Chromebooks in Zukunft Android-Apps ausführen können.[25][26][27]

Unter dem Namen Andromeda entwickelt Google angeblich ein Betriebssystem, das Android und Chrome OS zusammenführt.[28]

Geschichte[edit | edit source]

  • Chrome OS wurde im Juli 2009 von Google angekündigt.[29][30]
  • Im Dezember 2010 hat Google mit dem Cr-48 das erste Chromebook vorgestellt. Es handelte sich hierbei aber um ein Entwickler-Gerät, das nur über ein spezielles Pilot-Programm bezogen werden konnte.[31]
  • Mitte 2011 kamen mit Samsung Serie 5 das erste Chromebook auf den Markt.[32][33][34]
  • Auf der Entwickler-Konferenz Google I/O im Mai 2016 wurde die Einführung eines Android-Framework für Chrome OS angekündigt, mit dem auch Android-Apps auf Chromebooks ausgeführt werden können.[20]
  • Im September 2016 wurde von Google die Version M53 von Chrome OS zur Verfügung gestellt, mit der bestimmte Chromebooks Zugriff auf eine Beta-Version von Google Play haben.[35]

Verwandte Ansätze[edit | edit source]

Mit Windows 10 S hat Microsoft im Jahr 2017 ein leichtgewichtiges und eingeschränktes Betriebs-System auf den Markt gebracht, das speziell auf den Bildungs-Sektor bzw. Schüler und Studierende und damit einen Markt abzielt, wo ChromeOS sehr erfolgreich ist.[36] Die wesentliche Einschränkung von Windows S ist, dass es nur Programme aus dem Windows Store ausführen kann. [37][38] Diese Edition von Windows 10 war zunächst unter dem Namen Windows Cloud bekanntgeworden. [39]

Weblinks[edit | edit source]

Liste von ChromeOS-Geräte mit Unterstützung für Android auf chromium.org

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. Martin Reche: Produktiv-Booster. Mit Android-Apps auf Chromebooks arbeiten. In: c't (Heise-Verlag). Nr. 7, 2018, S. 122-125.
  2. Dr. Oliver Diedrich: Das Google-Betriebssystem. Chrome OS macht den PC zur Web-Appliance. In: c't (Heise-Verlag). Nr. 26, 2009, S. 42-43.
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  38. Interner Lua-Fehler: Der Interpreter beendet sich mit dem Status 127.
  39. Jan Schüßler: Die neue S-Klasse. Microsofts neue Betriebssystem-Edition Windows 10 S. In: c't (Heise-Verlag). Nr. 11, 2017, S. 17f.