Project Ara

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Project Ara ist ein ein inzwischen eingestelltes Entwicklungsprojekt von Google, welches das Ziel hatte, ein modular aufgebautes Android-Smartphone auf den Markt zu bringen.[1]

Die einzelnen Module werden in einem Endoskelett genannten Aluminium-Rahmen als Basis-Element/Grundgerüst eingesteckt. Bei einem Prototyp dieses Barebone-Rahmens konnten, neben dem Display auf der Vorderseite, bis zu zwölf Module auf der Rückseite eingesteckt werden.

Das Endoskelett soll zunächst nur von Google hergestellt werden, während die einzelnen Module auch von anderen Herstellern produziert werden können.

Die Module werden über Magnete im Barebone-Rhamen gehalten[2] und sollen sich im laufenden Betrieb des Geräts wechseln lassen (sog. Hot-Swap).[3]

Module[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele für geplante oder bereits mögliche Module:

  • Display
  • CPU und Grafik-Einheit (GPU)
  • Flash-Speicher
  • GPS-Modul
  • Akku
  • Modul für drahtlose Datenkommunikation, z.B. WLAN oder LTE
  • Solarzellen[3]
  • Geigerzähler[4]
  • Fieberthermometer[4]
  • Kamera mit optischem Zoom[4]
  • Hochwertige Audio-Wiedergabe[4]
  • Sensor für Messung der Wasserqualität[5]
  • Kompass[2]
  • Zusatz-Display[6]

In dieser Auflistung sind Module, da nach inzwischen von Google veröffentlichen Ankündigungen doch nicht austauschbar sein werden, durchgestrichen.


Module von Drittanbietern sollen in einem von Google betriebenen Online-Store namens Ara Module Marketplace verkauft werden.[7] Für den Datenaustausch zwischen Modulen und Endoskelett wurde ein Software-Protokoll namens Greybus entwickelt.[8][9]

Für die Entwicklung von Ara-Modulen durch Drittanbieter steht das Module Developers Kit (MDK) zur Verfügung.[10]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Project Ara wird von Motorolas Forschungsabteilung ATAP[11] als Google-Tochter im Oktober 2013 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.[12]

Im Februar 2015 führte die Firma Toshiba den Prototypen eines Kamera-Moduls für Ara-Geräte vor.[13]

Während einer Keynote auf der Google-Entwicklerkonferenz Google I/O im Mai 2015 wurde während des Keynote-Vortrags von Rafa Camargo erstmals ein funktionierendes Ara-Smartphone vorgeführt.[14][15]

Der ursprünglich für das zweite Halbjahr 2015 angekündigte Verkaufsstart im Rahmen eines Pilot-Programms in Puerto Rico (als Testmarkt[8]) wurde im August 2015 wieder abgesagt[16][17] und auf 2016 verschoben.[18]

Im Mai 2016 wurde dann eine Markteinführung für das Jahr 2017 angekündigt, und ein Vorserien-Gerät für Entwickler ab Herbst 2016. Die Hauptmodule wie CPU/GPU und Display sollen aber nicht mehr wechselbar sein, womit der Aspekt der erhöhten Nutzungsdauer eines Gerät an Bedeutung verliert.[19][20][21][22] Dieses Gerät soll Platz für bis zu sechs Module haben.[6]

Anfang September 2016 wurde auf verschiedenen Nachrichten-Portalen gemeldet, dass Google die Entwicklung von Project Ara eingestellt hat.[23][24] Eine offizielle Stellungnahme von Google gibt es zu der Einstellung des Projektes jedoch nicht.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Ara für das Projekt stammt vom Vornamen des Projekt-Mitarbeiters Ara Knaian (Lead Mechanical Engineer).[5][25][26]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  2. 2,0 2,1 {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  3. 3,0 3,1 {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Googles Modul-Smartphone. In: Chip. Nr. 7 (Juli), 2015, S. 34-35.
  5. 5,0 5,1 {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  6. 6,0 6,1 Hannes A. Czerulla: Das modulare Smartphone zerfällt. Aktueller Stand des Google Project Ara. In: c't (Heise-Verlag). Nr. 13, 2016, S. 31.
  7. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  8. 8,0 8,1 {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  9. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  10. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  11. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  12. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  13. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  14. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  15. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  16. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  17. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  18. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  19. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  20. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  21. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  22. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  23. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  24. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  25. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}
  26. {{#invoke:citation/CS1|citation |CitationClass=web }}