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Root: Unterschied zwischen den Versionen

135 Bytes hinzugefügt ,  2. Januar 2012
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'''Root '''(engl.: "Wurzel", daher: "Wurzelverzeichnis") bedeutet bei unixoiden Systemen, darunter auch Android, voller Zugriff auf das Betriebssystem und deren Ressourcen. Man hat durch Root-Rechten die volle Berechtigung auf dem System alles ändern und löschen zu können.
'''Root '''(engl.: "Wurzel", daher: "Wurzelverzeichnis") bedeutet bei unixoiden Systemen, darunter auch Android, voller Zugriff auf das Betriebssystem und deren Ressourcen. Man hat durch Root-Rechten die volle Berechtigung auf dem System alles ändern und löschen zu können.
User mit Root-Rechten nennt man auch "superuser".
User mit Root-Rechten nennt man auch "superuser".
Unter Android ist der Root-Zugriff standardmäßig deaktiviert und das Arbeiten des Benutzers mit Root-Rechten aus sicherheitstechnischen Gründen nicht vorgesehen. <!-- == Root unter Unix-Systemen<br/> ==
Unter Android ist der Root-Zugriff standardmäßig deaktiviert und das Arbeiten des Benutzers mit Root-Rechten aus sicherheitstechnischen Gründen nicht vorgesehen.
== Root unter Unix-Systemen<br/> ==


Das Root - Konto im Unix - artigen Sysem wie z. B. Ubuntu wird nur für die Installation des entsprechenden Systems genutzt. Wie ich einmal gelesen habe, dass man bei einer Standard - mäßigen Ubuntu - Instalation das Root kennwort nicht mitbekommt, ist natürlich quatsch. Das Benutzerkonto was man bei der Installation angibt, ist befähigt, Root Rechte zu erlangen, wenn man das Passwort dafür eingibt. Standardmäßig sind diese Rechte deaktivert, was bedeutet, dass der Benutzer (oder aber auch die evtl. schadsoftware) keine tiefgreifenden Systemänderungen vornehmen darf, ohne vorher die Identität gewechselt zu haben. Unter Linux ist es deshalb ratsam, ein primäres Benutzerkonto anzulegen, das keine rott Rechte erlangen kann und darf. Nur für Aktionen die Einstellungen am system ändern sollte man den Benutzer wechseln.
Das Root - Konto im Unix - artigen Sysem wie z. B. Ubuntu wird nur für die Installation des entsprechenden Systems genutzt. Wie ich einmal gelesen habe, dass man bei einer Standard - mäßigen Ubuntu - Instalation das Root kennwort nicht mitbekommt, ist natürlich quatsch. Das Benutzerkonto was man bei der Installation angibt, ist befähigt, Root Rechte zu erlangen, wenn man das Passwort dafür eingibt. Standardmäßig sind diese Rechte deaktivert, was bedeutet, dass der Benutzer (oder aber auch die evtl. schadsoftware) keine tiefgreifenden Systemänderungen vornehmen darf, ohne vorher die Identität gewechselt zu haben. Unter Linux ist es deshalb ratsam, ein primäres Benutzerkonto anzulegen, das keine rott Rechte erlangen kann und darf. Nur für Aktionen die Einstellungen am system ändern sollte man den Benutzer wechseln.
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=== Wechseln der Identität ===
=== Wechseln der Identität ===


Unter Ubuntu kann man die Identität jederzeit bei Aktionen, die Root Rechte erfordern, wechseln. Aktionen, die Root Recht verlangen, sind zum Beispiel die Instalation eines Programmes oder die Aktualisierung eines Treibers für ein neues Gerät. Aber auch Eingriffe von schadsoftware in das System verlangen Root Rechte. Daraus lässt sich schließen, dass der benutzer nach dem Passwort für sein Benutzerkonto unter Root gefragt wird. Um dies zu vermeiden, gibt man das Root Passwort nur ein, wenn es auch klar ist, welches Programm nun diese Rechte fordert. Im Terminal wechselt man in den Root, indem vor dem eigentlichen Befehl ein "su" (für: superuse) eingibt. Alternativ führt der befehl "sudo" zum gleichen Erfolg. -->
Unter Ubuntu kann man die Identität jederzeit bei Aktionen, die Root Rechte erfordern, wechseln. Aktionen, die Root Recht verlangen, sind zum Beispiel die Instalation eines Programmes oder die Aktualisierung eines Treibers für ein neues Gerät. Aber auch Eingriffe von schadsoftware in das System verlangen Root Rechte. Daraus lässt sich schließen, dass der benutzer nach dem Passwort für sein Benutzerkonto unter Root gefragt wird. Um dies zu vermeiden, gibt man das Root Passwort nur ein, wenn es auch klar ist, welches Programm nun diese Rechte fordert. Im Terminal wechselt man in den Root, indem vor dem eigentlichen Befehl ein "su" (für: superuse) eingibt. Alternativ führt der befehl "sudo" zum gleichen Erfolg.  


== Root unter Android<br/> ==
== Root unter Android<br/> ==
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=== Root für Android ===
=== Root für Android ===


Nun kommen wir aber zum Root unter [[Android]] und wie dieses gewährt wird. Denn die "AndroidManifest.xml"-Datei sieht solch einen Root-Zugriff nicht vor und es gibt dafür auch keinen Befehl, den man da eintragen könnte.<br/>Also, wie kann man einer [[App]] Root Rechte gewähren?<br/>Dazu wird bei dem sogenannten "Rooten" von Android ein Script in den Systempfad gelegt, der es erlaubt, diese Systempartition mit Schreibrechten zu [[Mounten]]. Dafür wird ebenfalls eine [[App]] installiert, die [https://market.android.com/details?id=com.noshufou.android.su&feature=search_result#?t=W251bGwsMSwxLDEsImNvbS5ub3NodWZvdS5hbmRyb2lkLnN1Il0. Superuser] genannt wird. Das ist die grafische Oberfläche für die Verwaltung von Root-Rechten ("superuser" - Rechte).<br/>Startet der User nun eine [[App]], wird er gefragt, ob er ihr die erforderlichen Root-Rechte gewähren möchte, oder nicht. Die Auswahl lässt sich von der Superuser [[App]] temporär oder dauerhaft für diese App speichern.<br/>In den Einstellungen ist es ebenfalls möglich, nachträglich die Root-Rechte zu ändern. Alle Apps, die mit Root-Rechten arbeiten möchten, sind gezwungen bei der Superuser-App nachzufragen. Somit hat der Benutzer die volle Kontrolle über Root-Apps, und ungewolltes Ausführen im Hintergrund ist somit ausgeschlossen.
Nun kommen wir aber zum Root unter [[Android]] und wie dieses gewährt wird. Denn die "AndroidManifest.xml"-Datei sieht solch einen Root-Zugriff nicht vor und es gibt dafür auch keinen Befehl, den man da eintragen könnte.<br/>Also, wie kann man einer [[App]] Root Rechte gewähren?<br/>Dazu wird bei dem sogenannten "Rooten" von Android ein Script in den Systempfad gelegt, der es erlaubt, diese Systempartition mit Schreibrechten zu [[Mounten]].
Um die Rechte zum Anlegen des Scripts zu erhalten, nutzt man eine [[Privilegieneskalation]], die meist durch ein Exploit durchgeführt wird. Dafür wird ebenfalls eine [[App]] installiert, die [https://market.android.com/details?id=com.noshufou.android.su&feature=search_result#?t=W251bGwsMSwxLDEsImNvbS5ub3NodWZvdS5hbmRyb2lkLnN1Il0. Superuser] genannt wird. Das ist die grafische Oberfläche für die Verwaltung von Root-Rechten ("superuser" - Rechte).<br/>Startet der User nun eine [[App]], wird er gefragt, ob er ihr die erforderlichen Root-Rechte gewähren möchte, oder nicht. Die Auswahl lässt sich von der Superuser [[App]] temporär oder dauerhaft für diese App speichern.<br/>In den Einstellungen ist es ebenfalls möglich, nachträglich die Root-Rechte zu ändern. Alle Apps, die mit Root-Rechten arbeiten möchten, sind gezwungen bei der Superuser-App nachzufragen. Somit hat der Benutzer die volle Kontrolle über Root-Apps, und ungewolltes Ausführen im Hintergrund ist somit ausgeschlossen.
Es erklärt sich von selbst, dass der Benutzer immer kritisch gegenüber Anfragen nach Root-Rechten stehen sollte, um unerwünschte Effekte zu vermeiden.
Es erklärt sich von selbst, dass der Benutzer immer kritisch gegenüber Anfragen nach Root-Rechten stehen sollte, um unerwünschte Effekte zu vermeiden.


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