Android Update Prozess

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HTC erklärt den Updateprozess anhand eines Schaubildes

Ein Update für das Gerät auf die neueste Android-Version wünscht sich fast jeder Nutzer eines Android-Smartphones. Dabei kann zwischen dem Release einer neuen Android-Version und dem OTA-Update auf das Gerät teilweise sehr viel Zeit vergehen. Oft bekommen ältere Geräte gar kein Update mehr auf die neueste Android-Version, was zwangsläufig auch zum Fehlen ggf. wichtiger Patches führt.

Dabei muss allerdings nicht immer der Hersteller des Gerätes Schuld an dem Fehlen eines Updates oder der Verzögerung sein. Um den Update Prozess für eine neue Android-Version transparenter und genauer dar zu stellen, hat der Hersteller HTC in den USA eine eigene Informationsseite gestartet, um den Prozess mit einem großen Schaubild genauer zu erklären[1]. Hier zeigen wir die Eckpunkte dieser Grafik auf.

Aufgrund der Tatsache, dass die Informationen von HTC kommen, ist der Prozess auf diesen Hersteller zugeschnitten und kann ggf. bei anderen Herstellern abweichen.

Phase 0 - Testen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Update - erst das PDK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevor eine neue Android Version veröffentlicht und an die Hersteller ausgeliefert wird, veröffentlicht Google das sogenannte Platform Development Kit, kurz PDK. Mit dem PDK erhalten Hersteller die Möglichkeit vorab das neue Framework zu testen. Anschließend (ca. 2-3 Monate später[2]) wird die neue Android-Version offiziell angekündigt.

Der Source Code[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die neue Android-Version angekündigt wurde, erhalten sowohl der Smartphonehersteller (HTC, Samsung, etc.), als auch die Hersteller der zugelieferten Teile, wie bspw. dem Chipset, den Source Code der neuen Android-Version. Diese überprüfen nun unabhängig, ob sich die neue Android-Version auf die Hardware portieren lässt oder nicht.

Phase 1 - Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sind sowohl der Chiphersteller, als auch der Hersteller des Smartphones zu dem Entschluss gekommen, dass die neue Android-Version auf den produzierten Geräten portiert werden kann, startet die eigentliche Entwicklung. Ist die Portierung der Version von einem der beiden nicht möglich, wird es für das produzierte Gerät kein neues Update geben.

Treiber und Grundlegendes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevor Android an sich portiert werden kann, müssen die Treiber und Module von den einzelnen Chipherstellern aktualisiert und optimiert werden. Erst nachdem alle Treiber der Chiphersteller vorliegen, kann der Hersteller des Smartphones mit der Portierung beginnen. Der Chiphersteller stellt dem Smarthonehersteller dafür ein angepasstes Board Support Package (BSP) zur Verfügung.

Phase 2 - Integration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschließend wird, je nach Version (Carrier, Google Play, HTC), verschieden verfahren.

WorldWide-Version (ohne Branding)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Smartphonehersteller stellt nun Personal und andere Ressourcen für die Entwicklung der neuen Android-Version ab. Dabei wird bspw. die Herstelleroberfläche (HTC Sense, Samsung TouchWiz, etc.) integriert.

Carrier Version[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Arbeiten, die auch bei der WorldWide Version durchgeführt werden, steht der Hersteller mit den Carriern in direktem Kontakt, um Wünsche und Anforderungen an Apps und anderen Individualisierungen ab zu sprechen. Anschließend werden diese in den Quellcode der neuen Android-Version integriert.

Google Play Version[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Google Play Version, sofern diese vom Hersteller geboten wird, wird nicht weiter angepasst. Nachdem die Chiphersteller die nötigen Treiber zur Verfügung gestellt haben, wird die Version nicht weiter abgeändert.

Phase 3 . Test/Zertifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hersteller-interne Tests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Google Play Version, wie auch die WorldWide-Version durchlaufen die internen Tests des Herstellers um Fehler aufzufinden. Anschließend werden alle Versionen des Updates zum Test und zur Zertifizierung freigegeben.

Regulierung/Industrie/Google[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Hersteller testen und zertifizieren nun die Regulierungsbehörden, die Industrie (bspw. Carrier), als auch Google das Update. Sind Fehler in dem Paket enthalten, werden diese ausgebessert und mit einem neuen Build zum Test gegeben. Sind alle schwerwiegenden Fehler behoben, erhält der Smartphonehersteller von den Carriern, wie auch von Google die technische Akzeptanz (technical Acceptance).

Phase 4 - Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nun bereitet der Smartphonehersteller für die WolrdWide-Version, zusammen mit den Carriern für die Carrier-Version, und Google für die Google Play Version des Updates die Update-Server vor. Abschließend wird das Update über OTA an die Kunden verteilt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]