Android package (APK) Datei

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Eine APK-Datei (Android package) ist eine Installations-Datei für eine Android-App. Es handelt sich dabei um eine ZIP-Datei mit der Datei-Endung .apk statt .zip, die u.a. den Bytecode der App, Ressourcen-Dateien (z.B. Grafikdateien oder Sound-Clips) sowie Metadaten enthält.

Mit dem Android App Bundle gibt es ein Nachfolger-Format mit Datei-Endung .aab, aus dem eine APK-Datei, die nur für einen bestimmten Geräte-Typ benötigten Dateien enthält, erzeugt wird.[1]

APK-Datei erstellen[edit | edit source]

Eine APK-Datei kann man durch das Entwickeln einer App erstellen und die App zum Beispiel über den Google Play Store veröffentlichen. Die verwendete Programmiersprache ist dabei meist Kotlin oder Java. Aus dem Quellcode wird mit einem Java-Compiler Bytecode erzeugt (welcher in .class-Dateien gespeichert wird), die anschließend mit dem Tool dex oder D8 aus dem Android SDK zu Dalvik-Bytecode umgewandelt werden (.dex-Dateien). Dieser Bytecode kann vom Android-Betriebssystem ausgeführt werden und ist gegenüber Java-Bytecode für die besonderen Anforderungen in Smartphones optimiert.

Die so entstandenen .dex-Dateien werden mit dem apk-Pack-Tool (ähnlich zu jar) zusammen mit benötigten Ressourcen (z. B. Bilder, Icons und Texte) und der Manifest-Datei (z. B. für die Angabe von App-Berechtigungen) in ein APK-Archiv gepackt.

Das Android-Betriebssystem kann bei der Installation einer App Informationen wie Namen, Icon, Entwickler aus dem APK-Archiv holen und bei der Ausführung die enthaltenen .dex-Dateien und Ressourcen an die Dalvik VM übergeben.

Verteilen von APK-Dateien[edit | edit source]

Neben der Installation von APK-Dateien während der Entwicklung einer App (meist über die gewählte Entwicklungsumgebung), werden APK-Dateien auch für die Installation auf Endgeräten angeboten, zum Beispiel wenn eine App unter Bekannten geteilt werden soll.

Mit der App Apk Extractor Play Store können die, auf einem Android-Gerät installierten, Apps als APK-Dateien in einen bestimmten Ordner auf dem Gerät abgelegt werden. Der Apk Extractor ist kostenlos und erfordert keinen Root-Zugang.

F-Droid ist ein alternativer App-Store, der nur kostenlose Open-Source-Apps im Angebot anbietet. Der App-Katalog kann auch auf der Webseite des Projekts durchsucht werden,[2] wobei alle angebotenen Apps auch als APK-Datei zur Installation heruntergeladen werden können.

Neben F-Droid, welcher ausschließlich freie Software anbietet, gibt es noch weitere Webseiten, die APK-Dateien zum Download anbieten, u.A. APKMirror.com oder

APK Datei mit der ADB verknüpfen[edit | edit source]

Will man des Öfteren eine APK-Datei auf dem Androidgerät installieren und dies nicht immer umständlich mit dem Verschieben auf den internen Speicher und anschließendem manuellen Installieren machen, bietet es sich an, die APK der App mittels ADB zu installieren. Hierfür muss natürlich USB-Debugging aktiviert und die passenden USB-Treiber installiert sein. Anschließend kann man die APK-Datei mit folgendem Befehl (in einem Kommandozeilenfenster) auf dem Gerät installieren :

adb install {APK-Name}

Der Platzhalter {APK-Name} muss dabei durch den Pfad und den Namen der zu installierenden APK-Datei ersetzt werden. Will man eine Reihe von Apps installieren, oder sich den Weg mit dem Öffnen eines Kommandozeilenfensters sparen, kann man die APK-Dateierweiterung unter Windows auch mit dem ADB-Befehl verknüpfen. Dazu öffnet man ein Kommandozeilenfenster ([WINDOWS] + [R] -> ''cmd'' eingeben und mit [ENTER] bestätigen) und gibt nacheinander diese Befehle ein:

assoc .apk=Android-App
ftype Android-App=C:\Pfad\zur\adb.exe install "%1"

Als Platzhalter C:\Pfad\zur\adb.exe trägt man den Pfad zu der adb.exe ein, die sich normalerweise im platform-tools-Ordner der Android SDK befindet. Nachdem man die Befehle ausgeführt hat, wird jede APK-Datei auf dem verbundenen Androidgerät installiert, insofern USB-Debugging eingeschalten ist.[3]

Trivia[edit | edit source]

Software-Pakete für die Linux-Distribution Alpine Linux[4] haben auch die Datei-Endung .apk, was für "Alpine Package" steht. Bei diesen auch "A-Pack" genannten Dateien handelt es sich um signierte tar.gz-Dateien, die neben den zu installierenden Dateien noch Konfigurations- und Metadaten enthalten.[5] Dieses Dateiformat hat aber nichts mit den APK-Dateien für Android zu tun.

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. Björn Bohn (2018-05-09). "Android App Bundle: Googles neues Format zur Veröffentlichung von Android-Apps". heise.de. Abgerufen am 2018-05-09. 
  2. "Browse-Funktion auf f-droid.org". Abgerufen am 2015-08-15. 
  3. App via ADB per Doppelklick installieren. Archiviert vom Original am 24. Oktober 2013, abgerufen am 22. August 2013.
  4. "Seite "About" auf Homepage von Alpine Linux" (in English). Alpine Linux. Abgerufen am 2019-08-02. 
  5. "Alpine Linux package management" (in English). wiki.alpinelinux.org. Abgerufen am 2019-08-02.