Externer Speicher

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Als externer Speicher wird ein Speichermedium bezeichnet, welches nicht fest in ein bestimmtes Gerät eingebaut ist. Als Vorteil entsteht die Mobilität, sowie, wenn standardisierte Verbindungsmöglichkeiten wie USB verwendet werden, eine hohe Kompatibilität zu anderen Geräten. Dies ermöglicht das einfache umstecken des Speichermediums von einem zum anderen Gerät (Plug & Play vorausgesetzt).

Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Erweiterung des intern verbauten Speichers, kann ein externer Speicher, je nach Bauart und verfolgtem Ziel, auch dazu dienen schnell und unkompliziert Daten zwischen zwei Geräten auszutauschen, ohne diese direkt verbinden zu müssen.

externe Speichermedien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte externe Speichermedien sind unter Anderem die SD-Karte oder der USB-Stick, aber auch CD's, Disketten oder ähnliche in Medien sind externe Speicher und sichern Mobilität und Flexibilität der Daten.

SD-Karte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Micro-SD-Karte in Android verwendet, unterste Abbildung, (c) wikimedia.org

Als wichtigstes Beispiel für externe Speichermedien gilt im Zusammenhang mit Android die SD-Karte. Die verwendete SD-Karte in den meisten Geräten ist die microSD(HC)-Karte, eine kleinere Version der herkömmlichen SD-Karte. Sie hat eine Speicherkapazität von 256 MB bis zu 400 GB[1], die Abmessungen sind dabei immer gleich. Durch die kompakte und kleine Form eignet sich die microSD-Karte ideal für Geräte, die auf platzsparende Erweiterungen des Speichers setzten müssen und bietet trotzdem ausreichend Speicherplatz.

Im Jahr 2016 hat die SD-Association die Spezifikation A1 vorgestellt, die bestimmte Mindest-Performance-Anforderungen an eine SD-Karte stellt; eine Speicherkarte, die diese erfüllt, soll als Speicherplatz für Apps geeignet sein.[2] Anfang 2017 kam die erste mit dem Label A1 versehene Speicherkarte (eine MicroSD-Karte mit 256 GB Kapazität) auf den Markt. [3]

USB-Stick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der eher aus der PC-Welt bekannte USB-Stick kann mittels USB-OTG-Unterstützung (USB-On-the-Go) mit einem Adapterkabel auch an einem herkömmlichen Android-Smartphone betrieben und als externes Laufwerk eingebunden werden. Für die dauerhafte Erweiterung des internen Speichers ist der Stick allerdings sicherlich nicht geeignet. Zum einen blockiert er meist die Ladebuchse des Smartphones, zum anderen muss das Zusatzkabel bei Verwendung immer angesteckt sein, was diese Lösung eher praktisch für den Dateiaustausch macht.

Externe Festplatte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als größere externe Speicher, sowohl in Hinsicht des zur Verfügung gestellten Speicherplatzes, wie auch der physischen Größe, sei noch die externe Festplatte genannt. Diese sind i.d.R. die selben Festplatten, wie sie auch im PC verbaut sind, allerdings in einem separaten Gehäuse und einem USB-Anschluss, die Größe variiert zwischen 2,5″ (6,35 cm) oder 3,5″ (8,89 cm) Platten, wobei letztere oft eine separate Stromversorgung benötigen und somit für den mobilen Einsatz nur bedingt geeignet sind. Der Vorteil einer externen Festplatte ist die hohe Speicherkapazität, die nicht selten bis über 1 TB (Terra Byte) gehen kann.

Ab Android 3.1 Honeycomb ist es technisch möglich, über die USB-OTG Funktion eine 2,5″ (6,35 cm) Festplatte an einem Smartphone oder Tablet zu betreiben. Durch die hohe Leistungsaufnahme einer externen Festplatte belastet diese Verwendung allerdings den Akku sehr stark. Aufgrund der oft fehlenden Möglichkeit gleichzeitig einen USB-OTG Adapter und das Ladekabel zu verwenden, ist das Kopieren/Verschieben/Verwalten von großen Datenmengen, bzw. bei zeitaufwendigen Vorgängen, nicht oder nur bedingt zu empfehlen.

Entfernen fehlgeschlagener App-Installationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwickler von Android Apps haben die Möglichkeit, Inhalte in externe Zusatzdateien zur eigentlichen APK mit zu liefern. Diese Datei kann hierbei mehrere Inhalte (bspw. verschiedene Programmteile auf mehrere Dateien verteilt) repräsentieren und wird auf der SD-Karte im Ordner /sdcard/Android/obb/<Paketname>/ abgelegt, wobei <Paketname> der Name des Androidprojektes ist.

Bei der Installation einer App, die solche Inhalte benötigt, über den Google Play Store, werden solche Erweiterungen i.d.R. automatisch mit heruntergeladen. Sollte beim Herunterladen oder bei der Installation ein Fehler auftreten, und diese Dateien nicht gelöscht werden, kann der verfügbare Speicherplatz der SD-Karte ungewöhnlich gering sein. Um dies zu beheben, kann man entsprechende Inhalte von der SD-Karte löschen (ggf. müssen versteckte Dateien im verwendeten Dateibrowser angezeigt werden).

ACHTUNG: Werden Inhalte von Apps gelöscht, die noch aktiv verwendet werden, kann dies dazu führen, dass die App nicht mehr ordnungsgemäß (oder gar nicht mehr) funktioniert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lutz Labs (2017-08-31). "WD steigert die Kapazität von MicroSD-Karten". heise.de. Abgerufen am 2017-08-31. Die neue MicroSD-Karte erscheint unter dem SanDisk-Label und bietet 400 GByte Speicherkapazität. 
  2. Andrew Martonik (2016-11-22). "SD 5.1 spec will help you identify if your card can handle apps with new 'A1' badge" (in English). androidcentral.com. Abgerufen am 2017-05-04. The new specification, called >A1< (or App Performance Class 1), shows that a given SD card meets certain performance standards set by the SDA that determine it's good enough to be used as a storage device for apps. 
  3. Lutz Labs (2017-01-05). "Erste MicroSD-Karte mit A1-Spezifikation". heise.de. Abgerufen am 2017-05-04. SanDisks neue 256-GByte-MicroSD-Karte erfüllt die vor wenigen Wochen vorgestellte App-Spezifikation für Android-Smartphones. Diese soll unter anderem für schnellere App-Starts sorgen.